Sophie Brüll
Abschluss: 2011
Lebt in
Diplomprüfer
Prof. Vogt
Ute Sickinger

Titel der Abschlussarbeit
Das süße Déjà-vu
Industrie und Food Design
bruell, sophie
Fy - Süße Chips


Die Frage nach der Rolle von Genussmitteln in unserer Gesellschaft, beschäftigte mich während meiner Diplomarbeit („Das süße Déjà-vu“). Süßigkeiten stehen sowohl in Verbindung mit Volkskrankheiten wie auch mit positiven Erlebnissen und Erinnerungen. Die Entwicklung einer innovativen Süßigkeit sollte also vor allem ihren emotionalen Wert betonen. Der Entwurf Fy überzeugt nicht durch seinen Nährwert, sondern ist kalorienlos und reines Genussmittel. Die minimale Substanz von Fy ist Sensation und spricht die sinnliche Wahrnehmung an.
Durch die Wahl der Zutaten ist der Versuch entstanden, die Reaktionen des menschlichen Körpers besonders gering zu halten. Das Ergebnis ist nahezu gesundheitlich neutral.

Die Verwendung bestimmter Ingredienzien wurde noch von einer weiteren Motivation geprägt. Betrachtet man die moderne Versorgung mit Genussmitteln, so werden aus Kostengründen lange Transportwege in Kauf genommen. Den Geschmack der Süßigkeit Fy bildet eine Komposition der Aromen Himbeere, Ingwer, Bittermandel und Orangenblüte. Auf diese natürlichen Aromen kann unabhängig von lokalen Voraussetzungen zugegriffen werden und sie sind sehr sparsam einzusetzen.

Das Leitmotiv der Gestaltung bildet die Flüchtigkeit der Süßigkeit. Fy ist leicht und fragil. Die Herstellung erfolgt ähnlich dem Waffeleisen-Prinzip und bringt definierte Formen, die an Wellen oder Federn erinnern, hervor. Beim Kosten der knusprigen und süßen Chips entfalten sich die Aromen und Fy löst sich auf.
bruell, sophie
Verpackungsdesign in Zusammenarbeit mit Zheng Li, Hang Li und Slawek Michalt entwickelt
bruell, sophie
Handschriftenfond für Fy
bruell, sophie