Harri Jaisler
Abschluss: 2014
Lebt in Kassel
Diplomprüfer
Prof. Oliver Vogt
Prof. Joel Baumann
Prof. Jakob Gebert

Titel der Abschlussarbeit
SynnieCult ein Spiel-/Lernsystem zum Kultivieren und Aufrechterhalten der Synästhesie
jaisler_harri
SynnieCult ein Spiel-/Lernsystem zum Kultivieren und Aufrechterhalten der Synästhesie

Diese Arbeit ist nicht nur an „Farbenhörende“ und „Musiksehende“ gerichtet, sondern auch an diejenigen, die nicht von deren Existenz wissen. Das Wort „Synästhesie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „mitempfinden”, zugleich wahrnehmen. Es beschreibt ein Phänomen der Wahrnehmung, wo Signale von unterschiedlichen Sinnen gemischt und synthetisiert werden. Dadurch können die Menschen die Klänge nicht nur hören, sondern auch sehen, die materiellen Gegenstände nicht nur ertasten, sondern ihren Geschmack wahrnehmen. Die Gabe der Synästhesie ruft bei Menschen reiche und unerwartete Photismen und Phosphene auf. So werden viele Synästhetiker (Synnies) Dichter, Künstler und Musiker. Während meiner Diplomarbeit beschäftigte ich mich mit dem Phänomen Synästhesie und entwickelte eine Produktpalette für Synästhesie-begabte Menschen. Mit Hilfe dieser Palette lassen sich spezielle Fähigkeiten entdecken, testen und fördern. Ich habe mich zunächst auf die am weitesten verbreiteten Arten der genuinen Synästhesie konzentriert. Diese angeborene Synästhesie beinhaltet die Farb-, Ton- und Graphemen-Synästhesie. Es ist mir wichtig, die Bedürfnisse der Synästhetiker heraus zu arbeiten und daraus ein Produkt bzw. eine Dienstleistung zu konzipieren, welche diesen gerecht wird. Dabei konnte ich meine beiden Hauptziele verfolgen. Zum einen habe ich die allgemeinen pädagogischen Aspekte, zum anderen den gezielten Einsatz sowie die Möglichkeiten der neuen Medien berücksichtigt und versucht, sie in ein schlüssiges Konzept einfließen zu lassen.
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